Überblick
Mirca verbindet einen alten steinernen Ortskern oberhalb des Meeres mit einem neueren Küstenbereich. Der Ort entstand durch Zuwanderung aus Sutivan und Donji Humac. Olivenanbau, Pfarrei und Familienhäuser sind weiterhin wichtig für das Leben hier.
Die Geschichte von Mirca lässt sich zwischen dem oberen Dorf, den landwirtschaftlichen Flächen und der Küste ablesen.

Entstehung zwischen älteren Siedlungen
Laut einer örtlichen Geschichtsdarstellung wurde Mirca im 16. Jahrhundert von Bewohnern aus Sutivan und Donji Humac gegründet. Das verbindet die Entstehung des Ortes mit der Verlagerung des Lebens aus dem Inselinneren an die Küste. Der Name wird vom lateinischen murus (Mauer) hergeleitet; auch die historische Form Mirce ist belegt.
Oberer Ortskern und Küste
Der alte Ortsteil liegt oberhalb des Meeres; neuere Siedlungsbereiche entstanden an der Küste des Kanals von Brač. Steinhäuser und enge Gassen im oberen Mirca bewahren den Maßstab eines Bauerndorfes. Dass sich Häuser Richtung Meer verlagerten, löste den Ort nicht von seinen Olivenhainen und Weinbergen.
Pfarrei und künstlerisches Erbe
Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung stammt aus dem Jahr 1733, der Glockenturm aus dem Jahr 1858. In der Kirche befinden sich Werke von Felix Tironi und Pavo Gospodnetić. Neben dem Friedhof steht die Kirche der heiligen Theresia aus dem Jahr 1931. Die Kirchen verbinden gemeinschaftlichen Gottesdienst, familiäres Gedenken und Kunst aus dem Inselumfeld.
Olivenhaine und Begegnungen
Olivenanbau, Weinreben und andere mediterrane Kulturen prägen die Umgebung. Die Maslinovi puti (Olivenwege) führen durch diese Arbeitslandschaft. Gospa Miraška (Unsere Liebe Frau von Miraška) und Kunstausstellungen in Mutne kale zeigen, dass auch die Begegnungen der Bewohner die Identität des Ortes prägen – nicht nur das Erscheinungsbild der alten Häuser.

