Überblick
Donji Humac ist eine alte Siedlung im Inselinneren des nordwestlichen Brač. Seine Geschichte verbindet die Pfarrkirche, die Steinbearbeitung und archäologische Fundstätten in der Umgebung, besonders die Höhle Kopačina.
Die prähistorische Höhle und das mittelalterliche Dorf gehören zu unterschiedlichen Epochen derselben Landschaft.

Name und alter Ortskern
Donji Humac wird erstmals 1375 erwähnt und gehört zu den älteren Siedlungen im Inselinneren von Brač. Die Steinhäuser und der Ortskern auf der Anhöhe entwickelten sich im Laufe des gemeinschaftlichen Lebens. Die erste historische Erwähnung des Dorfes ist von den wesentlich älteren archäologischen Spuren in der Umgebung zu unterscheiden.
Quellen: [1]
Die Höhle als Einblick in frühere Geschichte
Die Höhle Kopačina (Špilja Kopačina) ist für die Erforschung der prähistorischen Anwesenheit von Menschen auf Brač bedeutsam. Ihre Funde bedeuten nicht, dass das heutige Dorf aus derselben Zeit stammt. Die Höhle erklärt die frühere Nutzung des Gebiets und ist daher ein wichtiger Teil der Geschichte des Hinterlands von Donji Humac.
Pfarrei, Fresko und ältere Kirchen
Die Pfarrkirche St. Fabian und Sebastian (crkva sv. Fabijana i Sebastijana) entstand am Standort eines älteren Heiligtums und bewahrt ein mittelalterliches Fresko. St. Elias (Sv. Ilija) über den Resten eines römischen Mausoleums und St. Lukas zeigen, wie sich Kirchenbauten in die ältere Landschaft einfügten. Heiliges Kreuz (Sv. Križ) ist ein weiterer Ort der sakralen Geschichte des Dorfes.
Quellen: [1]
Stein und Alltag
Steinvorkommen und Steinbearbeitung prägten die Entwicklung des Dorfes stark. Landwirtschaft und Viehhaltung waren ebenfalls wichtig; Steinhäuser, Höfe und bewirtschaftete Flächen gehörten zur selben Wirtschaftsweise. Zeitgenössische Bildhauerei und Handwerk setzen die Beziehung des Ortes zu dem Material fort, aus dem er erbaut wurde.


