Überblick
Dol ist eine Siedlung in einem Tal südlich von Postira, umgeben von Felsen, Höhlen und Olivenhainen. Seine Geschichte verbindet mittelalterliche Kirchen, die Arbeit auf dem Land, die Familie Gospodnetić und saisonale Hirtenunterkünfte auf der Hochebene.
Dol und Postira sind durch die historische Abwanderung der Bevölkerung hinunter zum einstigen Hafen verbunden.

Ein Dorf im Tal
Die geschützte Tallage, die Steinhäuser und die Steinplattendächer prägen das Erscheinungsbild von Dol. Die Höhlen, die als Spile von Dol bekannt sind, entstanden im Brekziengestein, das die Einheimischen hrapoćuša nennen. Sie dienten verschiedenen praktischen Zwecken und sind auch mit Erzählungen über die Viveri verbunden, Gestalten aus der lokalen Folklore.
Quellen: [1]
Vom Inselinneren zum Hafen
Postira entwickelte sich im 16. Jahrhundert, als Bewohner von Dol ans Meer zogen. Dieser Wandel verbindet das ältere Dorf im Inselinneren mit der Küstenwirtschaft und dem späteren Verwaltungssitz. Die Geschichte von Dol umfasst daher auch Wege außerhalb des Tals.
Quellen: [2]
Pfarrei und Kirchen an den Hängen
Die Kirche Mariä Reinigung (crkva Očišćenja Blažene Djevice Marije) ist das Zentrum der Pfarrei und des Festes Mariä Lichtmess. St. Peter oberhalb des Dorfes und St. Michael auf einer Anhöhe in der Umgebung bewahren ältere sakrale Schichten. Ihre Lage verbindet die Religionsgeschichte mit der Landschaft und den Wegen der Bewohner.
St. Veit auf dem Velo Brdo ist ein weiterer Ort der älteren sakralen Landschaft rund um Dol.
Häuser und saisonale Viehwirtschaft
Kaštil Gospodnetić, der Wohnsitz der Familie Gospodnetić, gehört zum historischen Wohn- und Wirtschaftsgefüge von Dol. Die Hirtenansiedlung Gažul auf der Hochebene wurde von der Familie Gospodnetić–Bežmek aus Dol für die saisonale Viehwirtschaft angelegt. Die Verbindung zwischen Dorf und Hirtenunterkünften zeigt, wie ein Haushalt verschiedene Teile der Insel nutzen konnte.


