Überblick
Supetar ist ein Hafen an der Nordküste von Brač und heute das Verwaltungszentrum der Insel. Der Ort entwickelte sich aus dem Hafen von Nerežišća. Im Zentrum verbinden sich der Kirchplatz, die Uferpromenade, die Häuser von Seefahrern und Werke von Ivan Rendić.
Die Verlegung der Inselverwaltung nach Supetar im Jahr 1827 zeigt, wie der Hafen die Rolle des früheren Zentrums im Inselinneren übernahm.

Vom Hafen zur Siedlung
Die Bucht von Supetar diente den Bewohnern von Nerežišća als Zugang zum Meer. Der Name erscheint 1423 in Dokumenten; im 16. Jahrhundert entwickelte sich eine dauerhafte Siedlung. Zuwanderung aus dem Inselinneren, Seefahrt und Handel verbanden den Hafen nach und nach mit der ganzen Insel. Antike Reste an der Küste bezeugen eine frühere Nutzung des Gebiets, datieren aber nicht die Gründung der heutigen Stadt.
Kirchplatz und ältere Schichten
Die Pfarrkirche Mariä Verkündigung aus dem Jahr 1738 und die Reste eines frühchristlichen Mosaiks daneben verbinden das heutige Zentrum mit einem älteren sakralen Ort. Im 18. Jahrhundert entstanden rund um den Hafen Häuser von Seefahrern, Händlern und Grundbesitzern. Sie bildeten den Kern des heutigen Supetar.
Der Wandel des Inselzentrums
1827 wurde Supetar zum Verwaltungs- und Gerichtszentrum von Brač. Dieser Wandel gehörte zur umfassenderen Ausrichtung der Insel auf die Küste. Der Hafen ist auch außerhalb der Saison wichtig: Er verbindet die Inselbewohner mit Split, Arbeitsplätzen, Bildung und öffentlichen Diensten.
Rendić und die Erinnerung der Stadt
Die Galerie Ivan Rendić bewahrt eine dem Bildhauer gewidmete Gedenksammlung. Seine Werke gehören zur Identität von Supetar. Der Friedhof des heiligen Nikolaus ist ein eigener Ort des familiären und künstlerischen Gedenkens. Dort befindet sich auch das Mausoleum der Familie Petrinović, ein Werk von Toma Rosandić. Galerie und Friedhof zeigen unterschiedliche Formen, die Erinnerung an Menschen mit Bezug zur Stadt zu bewahren.
Wasser und das Leben im Hinterland
Drei Teiche bei Supetar erinnern an Wasser als gemeinsame Ressource für Viehhaltung und Landwirtschaft. Solche Orte erklären die Verbindung der Stadt mit dem bewirtschafteten Hinterland: Zur Geschichte der Küste gehören auch Feldarbeit, Olivenhaine und Wege ins Inselinnere.
Quellen: [2]


