Überblick
Gornji Humac ist eine der alten Siedlungen auf der Hochebene von Brač. Viehhaltung, die Arbeit mit Land und Holz sowie sakrales Erbe verbinden den Ortskern mit den historischen Siedlungen und Kirchen der Umgebung.
Gegenstände aus Kirchen der Umgebung, die in der örtlichen Pfarrkirche aufbewahrt werden, zeigen, wie das Erbe einer größeren Region zusammengeführt wurde.

Eine Siedlung der Bewohner von Humac
Gornji Humac wird 1250 unter dem Namen Hlmčane erwähnt. Die weitläufige Anordnung hängt mit der Lebensweise auf der Hochebene zusammen. Viehhaltung, Holzschlag, Imkerei und die Bewirtschaftung des Landes bestimmten lange die Arbeit der Haushalte; die Weiden waren ebenso wichtig wie die Steinhäuser selbst.
Quellen: [1]
Die Pfarrkirche und übertragene Kunstwerke
Die Pfarrkirche St. Nikolaus (župna crkva sv. Nikole) bewahrt zwei steinerne Triptychen. Eines davon wird mit den Heiligen Kosmas und Damian in Straževnik und der Werkstatt von Niccolò Fiorentino in Verbindung gebracht. Die Übertragung des Kunstwerks ist ein konkreter Beleg für die Verbindung der beiden Heiligtümer und dafür, dass das Erbe der Umgebung im aktiven Pfarrzentrum zusammengeführt wurde.
Kirchen und eine ältere Landschaft
St. Michael außerhalb des Ortskerns und die Kirche des Heiligen Geistes gehören zum sakralen Netz der Gegend um Humac. Brkata, ein großer prähistorischer Steinhügel, stammt aus einer viel früheren Epoche. Er zeigt, dass die Hochebene bereits vor dem mittelalterlichen Dorf genutzt wurde, belegt aber keine ununterbrochene Besiedlung seit jener Zeit.
Erinnerung und Fortbestand der Gemeinschaft
Gornji Humac erlitt Zerstörungen und Abwanderung und wurde durch die Arbeit seiner Bewohner wiederaufgebaut. Zum Verständnis des Dorfes gehören auch der Friedhof, die Familienhäuser und die lokale Sprache. Die verlassenen Siedlungen in der Umgebung zeigen, dass das heutige Netz lebendiger Gemeinden nicht immer gleich war.


