Überblick
Ein Dichter und Erzähler, der in Postira geboren wurde und dessen Insellandschaften und Kindheitserinnerungen Eingang in die kroatische Literatur fanden. Seine Geschichte auf Brač verbindet Postira, Bobovišća und die dortigen Familienhäuser.
In „Voda“ („Wasser“) wurde die Erfahrung einer Dürre auf der Insel zu einer literarischen Erzählung über Gemeinschaft, Angst und Natur.

Kindheit auf der Insel und zwei Häuser auf Brač
Nazor wurde in Postira geboren; sein Familienleben verbindet ihn auch mit Bobovišća na Moru. Das Geburtshaus in Postira und das Haus von Vladimir Nazor in Bobovišća bewahren die Erinnerung an verschiedene Lebensabschnitte; sie bezeichnen nicht denselben Ort. Die Erfahrungen auf der Insel blieben in seiner Prosa dauerhaft präsent.
Dichtung, Natur und Erzählen
Er studierte Naturwissenschaften und arbeitete als Lehrer in Dalmatien, Istrien und Zagreb. In Werken wie „Slawische Legenden“, „Kroatische Könige“ und „Veli Jože“ verband er Mythos, Geschichte und gesellschaftliche Themen. Die Erzählungen „Voda“ („Wasser“) und „Vra Krste“ greifen die Welt der Kindheit und den Alltag auf der Insel auf; sein Erzählen umfasst auch die realen Beziehungen zwischen Menschen.
Quellen: [1]
Die Geschichte der Insel in der Literatur
Andrija Dorotić erscheint als literarische Figur in Nazors Roman „Pastir Loda“. Die Verbindung ist literarischer Art: Nazor wurde Jahrzehnte nach Dorotićs Tod geboren. Durch den Schauplatz der Insel und das lang anhaltende Erinnern verbindet der Roman verschiedene historische Epochen.
Quellen: [2]
Kriegsjahre und öffentliche Rolle
1942 ging er gemeinsam mit Ivan Goran Kovačić in ein von Partisanen kontrolliertes Gebiet. Nach dem Krieg übernahm er eine führende Funktion im Präsidium des kroatischen Parlaments. Die Kriegserfahrung brachte neue Themen in seine Lyrik, während seine Inselheimat eine unverwechselbare Schicht seines Gesamtwerks blieb.
Quellen: [1]
