Überblick
Der Bischof von Tours, nach dessen älterer Kirche Sumartin benannt wurde. Auf Brač wird er auch in einer vorromanischen Kirche oberhalb von Bobovišća und in einem Relief mit Martin und dem Bettler verehrt.
Sumartin hieß früher Vrhbrača; der neue Name wird mit der erneuerten kleinen Martinskirche in Verbindung gebracht.
Vom Soldaten zum Bischof
Martin stammte aus der römischen Provinz Pannonien, diente als Soldat und widmete sich später dem Mönchs- und Bischofsleben. Er gründete Gemeinschaften in Gallien und wurde Bischof von Tours. Die Erzählung, er habe seinen Soldatenmantel mit einem Bettler geteilt, ist das bekannteste Motiv seiner Darstellung.
Quellen: [1]
Wie Sumartin zu seinem Namen kam
Sumartin entstand aus einer Siedlung von Zuwanderern vom Festland, die zunächst Vrhbrača hieß. Der heutige Name geht auf eine verfallene kleine Martinskirche zurück, welche die Zuwanderer erneuerten. Das Kloster und die heutige Kirche führen dieses Patrozinium fort. Neben der Kirche befindet sich der „Fußabdruck des heiligen Martin von Tours“, ein Zeichen heutiger kultureller Verbindungen.
Martin und der Bettler oberhalb von Bobovišća
Die Kirche St. Martin oberhalb von Bobovišća ist ein bedeutendes Beispiel vorromanischer Architektur auf Brač. Über dem Altar befindet sich ein Renaissance-Relief mit Martin zu Pferd und einem Bettler, das der Werkstatt von Nikola Firentinac zugeschrieben wird. So begegnet ein allgemein bekanntes Heiligenmotiv einem konkreten Kunstwerk der Insel.
Quellen: [4]